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09.07.2009, 23:30 Uhr | Andreas Neumicke Übersicht | Drucken
Gegen die Romantisierung der DDR!
Noch nie hatte die DDR soviel Zustimmung wie heute.

Gegen die Romantisierung der DDR, 20 Jahre nach ihrem Ende, hilft nur immer wieder Aufklärung über die tatsächlichen Verhältnisse. Noch nie hatte die DDR soviel Zustimmung wie heute.

Klaus Schroeder, Forschungsverbund SED-Staat, FU Berlin in Kontraste - Beitrag gibt den Sachstand vom 09.07.2009 wieder



nein zur stasi
 
Berlin Weißensee -
Eine Umfrage im Auftrag der Bundesregierung hält einen Trend zur Schönfärberei fest, denn 49 Prozent der im Osten Lebenden sehen in der DDR „mehr gute als schlechte Seiten“ und 8 Prozent sogar „ganz überwiegend gute Seiten“.  Das bedeutet, dass  57 Prozent, die zwar „ein paar Probleme“ einräumen, aber vor allem glauben, dass man in der DDR „glücklich und besser als heute“ lebte.
Klaus Schroeder ist deutscher Politikwissenschaftler und Zeithistoriker, der an der Freien Universität Berlin den Forschungsverbund SED-Staat und die Arbeitsstelle Politik und Technik leitet und als Professor am Otto-Suhr-Institut lehrt. 1992 gründete Klaus Schroeder gemeinsam mit Manfred Wilke, Manfred Görtemaker, Bernd Rabehl und Siegward Lönnendonker den Forschungsverbund SED-Staat, der sich seither – überwiegend drittmittelfinanziert – mit der deutschen Teilungsgeschichte und dem Wiedervereinigungsprozess auseinandersetzt.
Schwerpunkte der Forschung von Klaus Schroeder erstrecken sich auf drei thematische Felder und sind die gesellschaftlichen Modernisierungsprozesse, die deutsche Teilungsgeschichte 1945-1990 und  
die deutsche Wiedervereinigung.
 
Klaus Schröder legt der Sendung Kontraste eine Auswahl aus über viertausend Zuschriften vor. Vernichtende Kritik der Bundesrepublik, prächtige Lobpreisungen der DDR. Beispiele:
„Aus heutiger Sicht, glaube ich, wurden wir mit dem Mauerfall aus dem Paradies vertrieben“ und
„DDR hatte Stasi, BRD Schäuble“ oder „Die Wiedervereinigung war ein Fehler und hat die Menschen in lebende Hartz IV-Leichen verwandelt“
 
Unfassbar … mindestens 136 Menschen wurden zwischen 1961 und 1989 an der Berliner Mauer getötet oder kamen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem DDR-Grenzregime ums Leben.
 
Wie vergesslich wir Menschen doch sind…


aktualisiert von Andreas Neumicke, 09.07.2009, 23:35 Uhr



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Kommentar Kommentare
15.07.2009 Kommentar
von Andrea Oehme
  lieber Herr Schröder, haben Sie bereits die E-mail an die Vorsitzende des CDU-Berlin Weißensee Frau Carmen Dalinger gelesen. Da stehen bereits die Vorschläge zur Gesetzesänderung im Bezug auch auf das Grundgesetz, beschrieben. Bitte lesen Sie sich es durch. Grüsse Andrea
16.07.2009 „Aus heutiger Sicht, glaube ich, wurden wir mit dem Mauerfall aus dem Paradies vertrieben“
von Kauz Grimme
  Mein lieber Herr Neumicke,

ganz klar, dass hier ein Zeichen gegen das Vergessen gesetzt werden muss. Wer auch immer meint, aus welchem Paradies auch immer vertrieben worden zu sein, vergisst offenbar, bei aller gebotenen Ernsthaftigkeit, dass SIE/ER es wahrscheinlich selbst war, die/der über den "Zaun" hin zu den verbotenen Früchten des Nachbarn schielte. Sicher gibt es auch in den sogenannten "alten Bundesländern" viele Menschen, die sich die Mauer zurück wünschten, und liest man Ihre Ausführungen, vielleicht auch zu Recht.

Aber mal ganz ehrlich, kann diese Diskussion ganz ernsthaft so geführt werden?

Wohl eher nicht.

Herzlichst Ihr Kauz Grimme
27.04.2010 Ich mag
von Nina-online
  sehr intiresno, danke
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